Pushing Daisies Artikel

Ich habe schon seit November 2008 versucht von Pushing Daisies alle Folgen im Free TV zu sehen. Diese Serie war es mir wert auch mal einen Termin zu verschieben oder auf eine andere Aktivität komplett zu verzichten. Ein ganz starkes Indiz für eine außergewöhnliche Serie ist, wenn ich den Computer für die Zeit der Sendung komplett von meiner Aufmerksamkeit nebenher ausblende.

Leider bekam ich von der Serie erst mit, als bereits die 4. Folge im Fernsehen lief. Prompt bloggte ich darüber und konnte in der weiteren Zeit bis März 2009 dann leider doch nicht alle Episoden verfolgen. Seit diesen Tagen liebäugelte ich schon mit der Anschaffung der DVD Boxen. Die blieben jedoch störrisch bei ca. 20 Euro pro Staffel stehen und – ich gebe zu – ich bin da jemand, der in Sachen günstige Angebote sehr sehr lange warten kann.

Um so schöner, wenn auf einmal das mir wohl bekannte Portal serieasten.tv ein Gewinnspiel veranstaltet, exakt die 2. Staffel als Preis winkt. Dann war die Frage des Tages auch noch beantwortbar …und simsalabim.

PD Gewinn

Ich bedanke mich für den super schnellen Versand und die nette Weihnachtskarte. Zum Glück musste ich ja einige Weihnachtsgeschenke bestellen und selbstverständlich lag dann diesmal die 1. Staffel im Einkaufskorb zur Eigenbeschenkung. Also Warner oder ProSieben, wer auch immer sich als Sponsor aufzutreten entschied, ihr habt den richtigen getroffen und zudem letztlich euren Schnitt damit gemacht. Frohe Weihnachten.

True Blood Artikel

Diese HBO Serie hebt sich wieder einmal genussvoll von anderen Musterbeispielen ab. Als Vampir-Serie tritt True Blood recht verspätet in das Genre ein. Es hat sich gelohnt etwas mehr Zeit zu investieren. Mehrere Kritiker sind hingerissen von der Story.

Ich habe die erste Staffel auf Englisch gesehen. In den ersten zwei Folgen fragt man sich, ob der Hype um diese X-te Auflage von Liebesgeschichte zwischen Menschin und Vampir gerechtfertigt ist, in den zumal durchaus gebildete Quellen einstimmen. In einer amerikanischen Kleinstadt oder eher einem Provinznest will sich so recht keine Story entfalten. Der Umgangston ist derb und die Handlung banal, beinahe lächerlich schlecht inszeniert sind die Szenen der ersten Auseinandersetzungen.

Sookie Stackhouse (Anna Paquin – wow endlich mal eine ordentliche* Darsteller Fanpage!) trifft Bill Compton (Stephen Moyer – *besonders im Vergleich zu seiner!). Sie ist menschlich oberflächlich, arbeitet als Kellnerin und hat eine für Vampire außergewöhnlich unkontrollierte Gabe des Gedankenlesens. Bill ist seit dem amerikanischen Bürgerkrieg als Vampir in den Staaten unterwegs und kein besonders mächtiger Vampir. Vampire haben sich übrigens in dieser Geschichte der menschlichen Öffentlichkeit kürzlich enttarnt und leben mehr oder weniger offen Seite an Seite.

Screen True Blood

Menschen empfinden die Vampire gemeinhin als abstoßend und meiden sie, wo es geht. Einige Menschen sind fasziniert von den Vampiren, oft aus dem Wunsch heraus, einer von ihnen zu werden. Synthetisches Blut soll der Vampir Gesellschaft das Zusammenleben ermöglichen, doch gewisse Riten lassen sich durch das Ersatzblut nicht so schnell und einfach umkrempeln.

Erst mit fortschreitender Handlung kommt man auf den Trichter, dass der eher unspektakuläre Beginn ein Schachzug war um 1. die Entwicklung des naiven Hauptcharakters / der Dorfbevölkerung nachzuzeichnen – sie weiß wenig von der Welt und so gut wie nichts von den Vampiren – und 2. den weniger anspruchsvollen Zuschauer am Anfang nicht zu überfordern. Tatsächlich glaube ich, hätte ich die Serie nach nur einer Folge im freien Fernsehen ausgemustert.

Durch das Vorliegen der kompletten Box genehmigte ich mir den Rest und mochte letztlich kaum aufhören. Ist die Serie nun wirklich gut?

Wenn man Telenovelas lange genug schaut, schwört man irgendwann doch darauf. Mit dem Abstand von zwei Wochen kann ich sagen, dass True Blood ziemlich relaxed ist, allerdings ist es auch keine Schmonzette. Es gibt wenige, aber sehr blutige Szenen, eventuell mehr Sex als in the City und das ständig wachsende Gefühl, dass man das große Ganze der Vampire irgendwann mal echt verstehen wird.

Die Zahl der kritischen, nachdenklichen Szenen erweitert sich Folge für Folge mit dem Gefühl, dass die heile Welt immer mehr Risse bekommt und selbst die noblen Figuren ihre Abgründe haben. Alan Ball (auch schon bei Six Feet Under aktiv) spielt damit, die Vampire zu entmystifizieren.

Statt der ewigen Hütung von Geheimnissen und der Angst entdeckt zu werden, lässt er die Parteien frontal aufeinander prallen und schaut was dabei rauskommt – evtl. eine Reihe vieler gefrusteter arbeitsloser Vampire, die den lieben langen Tag nichts anderes machen als synthetisches Blut zu saufen. Wer möchte, kann sich das Tru Blood aus der Serie inzwischen auch als echten Drink genehmigen.

Wer mehr zu der Serie lesen will, kann auch gern bei diesen befreundeten Blogs vorbei schauen:
Kino, TV und so
moviescape
In der Zange

Wer noch einen dazu hat, kann sich gern melden. ;)

Sons of Anarchy StaffelEins

Dies ist eine US Serie, die von dem US-Sender FX produziert wird. Im Mittelpunkt der Serie steht Clay Morrow (Ron „Hellboy“ Perlman), der Mitglied einer Motorrad Gang im San Francisco Bay Gebiet ist. Clay entstammt dabei einer Dynastie von Verbrechern und war somit schon immer für ein Leben im Untergrund bestimmt. Der größere Handlungsbogen spannt sich darum, ob es ihm gelingt, dieses Leben, das einzige was er kennt, abzustreifen.

Auf die Serie bin ich gekommen, als mein Lokaler DVD-Store vor kurzem die Vorgängerserie „The Shield“ und die erste Staffel von „Sons of Anarchy“ bewarb (Als US-Import). Vorher kannte ich ehrlich gesagt weder eine der beiden Serien noch den Sender FX. Eine echte Neuentdeckung in jeder Hinsicht für mich. Auf Serienjunkies.de kommt Sons of Anarchy auf Platz 261 der Beliebtheitsskala womit es ganz klar zu den unbekannteren Serien gehört.

Ende der 90´ziger gab es im Orange County (Kalifornien) einen großen Rocker Krieg und auch heute, bei uns in Deutschland kommt das Thema immer mal wieder hoch, zumindest bei Spiegel TV. Das dürfte wohl auch der Grund sein, warum ich mich für die Serie entschieden hab.

Screen Sons of Anarchy

An dieser Stelle mache ich einmal das Fazit am Anfang und sage, dass die Pilot Folge eigentlich nichts besonderes ist. Sex and Crime und ein Hauch von Intrige wehen die Serie, ohne Sie wirklich voranzubringen, fast wieder aus. Es hat mich also nicht so vom Hocker gerissen.

Zu Gute halten möchte ich der Serie drei Dinge: Erstens, Pilotfolgen fallen  immer ein wenig anders aus, als die spätere Serie.  Zweitens, sind die Kommentare in anderen Blogs zu der Serie durchweg positiv ausgefallen. Drittens, finden sich bei YouTube viele Ausschnitte aus Serie in der der Audiotrack gerippt wurde. Die Musik scheint also den Geschmack der Masse zu treffen.

Bleibt als Letztes zu sagen, dass in den USA bereits die zweite Staffel gesendet wird und eine dritte wohl schon in der Mache sein soll. Die Amis haben Gefallen an der Serie gefunden.

Im Mittelpunkt der Serie steht ein Motorrad Club namens „Sons of Anarchy“ in der fiktiven Stadt Charming. Während sie am Tag ganz normalen und gutbürgerlichen Arbeiten nachgehen, gehens sie nachts und am Wochenende ihrer kriminellen Passion nach. Hauptsächlich heißt das: Verkaufen von Waffen an rivalisierende Gangs. Jack, der Hauptdarsteller der Serie (Charlie Hunnam), ist Mitte oder Ende zwanzig und in dem Club aufgewachsen. Sein Vater hat den Club gegründet und sein Stiefvater ist zurzeit der President des Clubs. Seine Mutter Jenna, übrigens der wohl stärkste Charakter in der Serie, wird von Katey Sagal gespielt, trat schon als Al Bundy’s Ehefrau Peggy auf. Für so eine gute Schauspielerin hätte ich sie dann doch nicht gehalten.

Legend of the Seeker StaffelEins

Am Sonntag lief auf ProSieben der Serienauftakt zu „Legend of the Seeker“ (LS). Die erste Staffel war in den USA recht erfolgreich unterwegs und eine zweite ist bereits in der Pipeline. Legend of the Seeker basiert auf der Fantasy Bücherserie „The Sword of Truth“ von T. Goodkind und wird von den selben Produzenten verantwortet, die auch schon Hercules und Xena produziert haben. Was man der Serie auch richtig anmerkt, wie ich finde.

Die fiktive Welt in LS teilt sich in Midland und Westland. Getrennt werden beide Landesteile durch eine magische und durchdringliche Barriere. Während Midland unter der Herschaft eines dunklen und mächtigen Zauberers namens Darken Rahl leidet und eine Welt voller Magie und Schrecken ist, ist in Westland Magie völlig unbekannt und die Menschen dort leben in einer mittelalterlichen aber schon demokratischen Gesellschaft. Zumindest bis der Film anfängt.

Screen LotS

Da stürmt nämlich eine junge hübsche Frau mit einem Glühwürmchen in einer Flasche durch die Barriere, verfolgt von dunklen Häschern die sie töten möchten (Entschuldigung, aber besser kann ich das nicht beschreiben). Sie ist auf der Suche nach dem Seeker, eine auserwählte Person, die einer alten Legende nach „Darken Rahl“ besiegen soll und dem Volk von Midland ewigen Frieden und Gerechtigkeit bringen. Dieser ist zwar in Midland geboren worden allerdings noch als Kleinkind nach Westland gebracht worden um ihn vor der Verfolgung und seinem sicheren Tod durch „Darken Rahl“ zu entziehen. Volbracht hatte dieses Kunststück der letzte gute Zauberer von Midland – Zeddicus Zu’l Zorander. Der dritte und letzte Hauptdarsteller.

Dieser Seeker ist in Westland unter dem Namen Richard Cypher aufgewachsen und weiß natürlich von einem Glück noch nichts. Er nimmt die Rolle solange nicht an, bis sein Stiefvater getötet wird und er Rache nehmen möchte. Die Folge endet damit, das Richard, zusammen mit der gutaussehenden Frau und dem Zauberer, der ihn auch hergebracht hat, durch die Barriere schlüpft um den Kampf gegen „Darken Rahl“ aufzunehmen.

Insgesamt fand ich die erste Folge recht kurzweilig – allerdings nicht besonders aufregend. Irgendwie sind einem alle Handlungswendungen schon mal bei anderen Serien oder Filmen begegnet. Ich glaube daher nicht, dass ich am Sonntag zu Hause bleiben werde um Fernzusehen.

Aktion Screen

Wir haben uns echt gefragt, wie das wäre, wenn wir irgendwoher etwas umsonst bekommen, nur weil wir bloggen – oder ob das überhaupt mal passiert. Kaum feiert man seinen Geburtstag und schon passiert es. So ein Impressum hat seine Vorteile. Bei anderen Blogs haben wir gesehen, dass es bereits vereinzelt Aktionen mit Gutscheinen für den videoload Dienst gab. Wir waren skeptisch allerdings auch hoch erfreut über eine Mail von einer netten Dame, die uns anbot ein paar Serien Gutscheine unter interessierte Leser zu bringen. Wir haben uns rückversichert, dass es bei anderen Aktionen auch keine Probleme gab.

Hot from the US

Die Gutscheine sind für bestehende und neue Kunden gleichermaßen einsetzbar. Angesichts dessen ist das Ganze ziemlich fair und außerdem bietet man bei videoload auch ein paar Serien direkt nach Ausstrahlung in den USA an. Auf dieser Seite, werden die neuesten Staffeln von Desperate Housewifes, Grey’s Anatomy und Private Practice dazu aufgeführt. Ab 2010 kommt wohl  Lost hinzu. Das Guthaben lässt sich auch für andere Serien nutzen oder wenn man in den Film Angeboten schaut, langt das evtl. sogar für zwei Spielfilme.

Shadow Small

Jetzt kommt also das einzige, bei dem wir uns ein wenig unsicher werden. Wollen unsere Leser das überhaupt ausprobieren? Wenn wir jetzt Gauner wären, hätten wir alle 15 Gutscheincodes mit Fake Accounts selbst eingeheimst und damit quasi eine ganze Staffel umsonst geschaut. Aber wir geben alle weg, wenn sie denn jemand haben will.

Das machen wir indem wir folgendes einfach festlegen: Wer hier einen Kommentar hinterlässt und sagt, welche Serie wir bei StaffelEins behandeln sollten, der bekommt einen Gutschein. Falls sich plötzlich zuviele melden und wir nicht für jeden einen haben, müssen wir losen. Allerdings verlosen wir, wenn alle Gutscheine weggehen auch noch eine DVD „Shadow of the Vampire“ mit John Malkovich und Willem Dafoe – und das ganz auf unsere Kosten.

StaffelEins Favs

Fast hätten wir unseren eigenen Geburtstag vergessen. Ein Jahr lang schreibt StaffelEins nun schon über Fernsehserien und wir sind motivierter denn je damit weiter zu machen. Leider haben wir gestern auch noch nicht die Zeit für unseren Beitrag zur Ein Herz für Blogs Aktion zu leisten, deshalb geschieht das hiermit in einem und demselben Artikel.

Wir lesen und informieren uns regelmäßig bei anderen Blogs, die über Serien schreiben. Wir waren überrascht, dass es davon bisher noch überschaubar viele gibt. Viele Blogger sind inaktiv geworden und wir stießen vielfach lediglich auf Ruinen ehemaliger Hochkultur. Pardon – natürlich schreiben hunderte Blogger mal etwas zu einer Serie, aber echte Nerds, wie wir, sind schwer zu finden. Inzwischen haben wir jedoch ein paar sehr lebendige Rückzugspunkte entdeckt und stellen hiermit 5 davon vor:

Um Kevin Reymanns Area85 kommt man schwer herum, wenn wir uns durch unsere Feedreader klicken. Er hat einen sehr guten Serien Output und vergibt ebenfalls keine X/10 Wertungen am Ende. Es wird auch durchaus mal lustig und leicht über den Tellerrand bei ihm, trotzdem bleibt er sehr fokussiert auf dem Thema Serie.

Bei Mediensucht ist der Schreibwahn derzeit nicht mehr so am überkochen und auch eher auf Zusammenfassungen und Filme bezogen. Es ist aber unser Glaube, dass wir unter dem Schwarzen Reiter früher oder später wieder mit Artikeln zugebombt werden.

Wer mal echt kein Buch zur Hand hat, sollte sich Kino, TV und Co anschauen. Das hat zwar fast nie etwas mit Serien zu tun, der Autor ist aber einer der wenigen Schreiber, bei denen wahnsinnig lange Filmkritiken immer lesenswert bleiben. Nebenbei ist die Frequenz beeindruckend.

Mehr als drei Jahre am Bloggen ist moviescape und das merkt man auch. Da gibt es nicht viel Schnickschnack sondern einfach klar strukturierte Verzeichnisse , pure Flimmerkisten- und Leinwand Leidenschaft. Zum Glück gehören auch Serien zu den begehrten Bewegtbildkommentierungen.

…und dann nehmen wir mal zum Abschluss In der Zange. Der einzige der vorgestellten Blogs, der noch nicht in unserer Blogroll zu finden ist. Wir schwören aber, dass er dort bald auftaucht. Immerhin ist der Autor schon seit April am Werk und wird von uns schon längst gelesen. Lobenswert ist auch hier die Pflege eines eigenen Serien Index, der bestimmt noch wachsen wird.

Wollt ihr noch mehr? Ein paar Empfehlugnen haben wir noch. Schaut mal auf unserer Favs Seite nach, da wird es noch ausführlicher. Danke – und wir sind gespannt auf die nächste Herz für Blogs Aktion!

Unser Bloggeburtstag wurde am 12. Oktober 2008 von nukefor und raymccoy gefeiert. Bis zum 12. Oktober diesen Jahres haben wir laut WordPress interner Statistik 8669 Hits gehabt. Das sind knapp 24 an jedem Tag und somit verständlicherweise einer pro Stunde (unsere eigenen Zugriffe werden dabei nicht mitgezählt). Im ersten Quartal 2008 lag der Schnitt noch bei 7 pro Tag und wuchs 2009 natürlich entsprechend auch mal deutlich über 24 an. Nicht zuletzt durch eine Erwähnung in der Fernsehblog Bildergalerie bei stern.de aber auch durch das Kennenlernen und Entdecken anderer Blogautoren aus dem Film- und Fernsehbereich haben wir uns in unserem ersten Jahr bei dem was wir tun immer sehr wohl und bestätigt gefühlt.

Schließlich wurde StaffelEins durch krimimimi als dritte aktive Autorin bereichert. Wir würden gern noch so viel mehr machen, aber aus beruflichen Gründen müssen wir mit dem zufrieden sein, was wir bieten konnten. Das waren bisher stolze 44 Artikel von denen 37 direkt auf Serien im Fernsehen oder auf DVD bezogen waren. Vielen Dank an alle die regelmäßig bei uns herein schalten!

Tatort StaffelEins

Gestern war mal wieder ein schöner Krimisonntag. Das 20-jährige Dienstjubiläum von Lena Odenthal hatte einige Überraschungen parat. Die Tatort-Kommissarin musste kein einziges Mal joggen aber dafür durfte sie mehrfach ihren Teller aufessen.
Die Story spannend bis zum Schluss und doch klassisch was Mordmotiv (Rache) und Täter angeht.

Eine junge Frau wird erschossen. Bei sich trägt sie einen Personalausweis, der sie als seit zwölf Jahren vermisste Michaela Bäuerle aus Ludwigshafen identifiziert. Kurz vor ihrem Tod hat die junge Frau Lena Odenthal angerufen und möchte sich mit der Kommissarin treffen um eine Aussage im „Fall Ritterling“ zu machen. Es stellt sich heraus, dass im Fall Ritterling, ebenfalls im Mai vor zwölf  Jahren, Christin Ritterling von ihrem Ehemann ermordet worden sein soll, jedenfalls ist Nick auf Grund von Indizien verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen. Jetzt, nach zwölf Jahren ist er seit kurzem wieder draußen und freut sich des Lebens auf einer schönen kleinen Yacht.

Michaela Bäuerle hatte aber unter dem Namen Michele Boyer im Hotel eingecheckt und scheint auch äußerlich nicht mehr viel Ähnlichkeit mit der Vermissten zu haben. Auch ihr Ex-Freund (DJ Sunny) kann sich nicht recht vorstellen, dass Michaela, eine Couchpotato, wilde Partys in Nizza feiert und mondän in Paris ihren Liebhaber kennengelernt haben soll.

Eben dieser Liebhaber, Immobilienmakler Jan Seegmeister, ist völlig von der Rolle über den Tod der Michaela/Michele. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau Conny, gespielt von Corinna Harfouch. Aha, hatte ich jetzt gemutmaßt, „Wenn eine so bekannte Schauspielerin mitspielt, dann war sie es bestimmt!“, wie beim Bremer Tatort mit Fritzi Haberland.

Diesmal nicht!

Nach einigen Missverständnissen (Tatwaffe „38er“ wird bei Junkie gefunden) und Falschaussagen (Stiefvater identifiziert Opfer als Tochter Michaela, Ex-Kommissar bestätigt Nick sei zweifelsfrei Mörder seiner Frau) aber auch einigen Tellern Pasta mit Trüffeln und Carpaccio auf Rote Beete fügen sich die Puzzlestückchen zusammen:

Die frische Kopfschuss-Tote ist nicht die vermisste Michaela sondern die Un-tote Ehefrau Christin. Dafür ist die verbrannte Leiche, die Nick vermeintlich mit dem Auto umgebracht haben soll, Michaela. Während der Tod von Michaela ein tragischer Unfall war, den Jan Seegmeister betrunken verschuldet hat, wurde Christin aus Rache für zwölf Jahre unschuldige Haft tatsächlich von Ehemann Nick umgebracht, und er hat dafür gebüßt. Allerdings „nicht in der vom Gesetzgeber vorgesehenen Reihenfolge“, wie Nick nicht ohne Charme zugibt.

Lena O. jedenfalls, ließ sich fast vom ehemaligen Sterne-Koch Nick in selbstgemachte Windbeutel (Profiteroles mit Mousse au chocolat) einwickeln. Bis zum Schluss will sie an seine Unschuld glauben, obwohl er sie nie angelogen hat, was den Mord an seiner Frau angeht.

Während Lena also wenigstens fein gegessen hat, geht die ohnehin etwas beleibte Katze diesmal leer aus, „Kalbfleisch-Thunfisch ist ausverkauft“. Kollege Kopper bleibt auf seinen handgemachten Gnocchi Genovese sitzen, glänzt aber in der Episode mit vorzeigbaren Stunts. Er erwischt einen Privatdetektiv, den Conny Seegmeister auf Lena angesetzt hat in der gemeinsamen Wohnung und streckt ihn gekonnt nieder. „Gibs ihm Kopper“ möchte man den Ausnahmsweise-Held anfeuern.

Dass Lena ihrem Sterne-Koch final auch noch Trüffel in die U-Haft bringt kann man übertrieben emotional finden. Man kann aber auch mal mitleidig seufzen und gut is.

Fazit: Ein runder Krimi-Abend mit Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe. Da hat alles gestimmt. Story, Spannung, Schauspieler und sogar Humor und Charme.

Naja, war auch mal wieder Zeit nach dem etwas dürftigen Sommer.

Heroes StaffelEins

In meiner Recherche zur Heroes Serie stach mir sofort eine Meldung in Auge: „Heroes war dieses Jahr der am meisten illegal beschaffte TV Download im Internet“ – noch vor Lost. Einen heftigeren gleichzeitig besseren und schlechteren Superlativ kann man für eine Serie eigentlich in diesen Zeiten nicht finden. Die von Universal produzierte und von NBC in den USA bzw. RTL2 in Deutschland ausgestrahlte Staffel ist ein weltweites Phänomen. Einerseits kosten die illegalen Downloads Milliarden, andererseits sind sie verantwortlich für die unbezahlbare Mund zu Mund Propaganda, mit der erst ein weltweites Phänomen möglich wird.

Leute, wie ich, hören dann aus 10 Quellen, dass die Serie toll ist. Vielleicht waren nur 3 oder 4 davon Käufer der DVD’s oder echte Fernsehzuschauer, vielleicht sogar noch weniger. Fakt ist, ich habe trotzdem sehr lange und preisbewusst gewartet, bis ich mir die geteilten Boxen der Staffeln 1.1 und 1.2 mit insgesamt fantastischen 23 Folgen gekauft habe. Aber ich habe sie wahrscheinlich nur wegen eben dieser Empfehlungen gekauft, die mir ein ums andere Mal im Netz und im persönlichen Umfeld begegneten.

Heroes Staffel 1

Vorweg schließe ich mich der großen Mehrheit der Kritiker an und empfehle die Serie jedem Leser mit der Einschränkung, sich die Serie besser nicht im Fernsehen anzuschauen. Werbeblöcke, eine Woche Wartezeit und ggf. das Verpassen von einzelnen Folgen, sorgen dafür, dass man der Story – besser den verschiedenen Stories – aufgrund diverser Einzelgeschichten, sowie räumlichen und zeitlichen Sprüngen nicht mehr richtig folgen kann.

Vorsicht ist ansonsten beim DVD Konsum geboten, weil man schnell Blöcke von 3-4 Folgen hintereinander weg schaut und sich trotz Arbeit am nächsten Morgen um 2 Uhr nachts ernsthaft überlegt, noch eine Episode dranzuhängen.

Um nicht zuviel zu verraten, reiße ich die Story nur kurz an. Die Evolution der Menschheit bringt schon heute Individuen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten hervor – Usain Bolt kann nunmal, ob gedopt oder nicht, schneller laufen als seine Doping Kollegen. In der Serie Heroes sind diese Fähigkeiten etwas phantasievoller ausgeprägt. Manche Menschen können fliegen, durch Wände gehen, heilen durch Handauflegen – sie übersteigen in der Summe das Repertoire von David Copperfield (oder Tiger Woods) knapp.

Manche dieser Fähigkeiten sind aggressiv, manche Inhaber dieser Fähigkeiten agieren aggressiv. Manche Menschen mit aggressiven Fähigkeiten sind hilflos und wollen sie gar nicht, sie verstecken sie so gut es geht. Andere Menschen fühlen sich durch ihre Fähigkeiten zu etwas Höherem berufen. Die Charaktere, die uns gezeigt werden versuchen auf menschliche Weise, damit fertig zu werden. Eine klare schwarz-weiße Grenze existiert nicht. Wenn man beispielsweise Highlander geschaut hat, weiß man um den Unterschied.

Wie in der Realität gibt es radikale Charaktere, die das Geschehen in der Serie polarisieren. Es entsteht eine Haupthandlung, in der ein sehr negatives Ereignis durch eine Reihe von Idealisten verhindert werden soll. Allerdings ist bis zum Ende der Staffel nicht klar, ob dieses Ereignis von einem guten, einem neutralen oder einem bösen Charakter ausgelöst wird.

Das klingt geheimnisvoll, zeigt aber, wie vielschichtig jede einzelne Episode durchdacht ist. Selten handeln die Hauptpersonen unverständlich oder konstruiert. Die Serie gefällt mir einfach sehr gut und bleibt jederzeit spannend. Es gab eine Serie, die praktisch das gleiche oder sogar bessere Rüstzeug hatte, wie Heroes. Die Serie hieß „Das verschwundene Zimmer“ (Trailer). Die Fähigkeiten waren hier an Gegenstände gebunden, die weitergereicht werden konnten, das Grundprinzip war aber gleich. Schade, dass diese Serie nicht ebenso zum Welterfolg wurde. Vielleicht hätte man in diesem Fall mehr illegale Versionen über eine Agentur in Tauschbörsen hochladen sollen.

Seinfeld StaffelEins

Jerry Seinfeld war ein Phänomen zu seiner Zeit als Seriendarsteller. Nicht das er der erste extrem gehypte Schauspieler war, aber er gehört zu einem exklusiven Club derjenigen, die für eine Zeit lang die höchste Jahresgage im US Fernsehen verdienten. Seinfeld belegte diesen Platz Ende der 90er Jahre. Danach übernahm meiner Meinung nach Tim Allen mit „Hör’ mal, wer da hämmert“ bzw. „Home Improvement“ den Platz auf dem Sitcom Thron. Bezeichnend für beide ist, dass sie sich unter ihrem richtigen Namen spiel(t)en.

Mir ist in inzwischen grauer Erinnerung, dass die Serie keine richtige Musik oder Melodie hatte. Zwischendurch wurde immer wild ein Bass gezupft und dann ging es  weiter. In dem eingebundenen Video kann sich jeder seine Meinung bilden, ob es sich dabei um einen Soundtrack handelt oder nicht.

Dieses Jahr feiert Seinfeld – als Serie – ihren zwanzigsten Geburtstag, sowie ihren elfjährigen Todestag, denn seit 1998 gibt es keine weiteren Staffeln. Erfolgreich blieb Seinfeld als Privatperson auch nach seiner Serie. Er produzierte Dreamworks „Bee Movie“ und spielte mit seiner Stimme eine der Rollen selbst. An dieser Stelle möchte ich gern noch einmal auf Tim Allen zurück kommen, denn mit „Galaxy Quest„, als Persiflage alter Star Trek Folgen, konnte er für mich qualitativ ebenfalls einen Megahit im Kino landen, den ich jedem Trekkie empfehlen kann.

Screen Seinfeld

Ein beeindruckendes Schaubild von Flickr Nutzer rickysaurus zur Seinfeld Serie stellt sämtliche Beziehungen der neunjährigen Seinfeld Story unter den Charakteren dar. Demnach geht Seinfeld 46 Beziehungen ein. Unter ihnen hat es wohl nur Sidra (Teri Hatcher alias Susan in Desperate Housewifes bzw. Loise in Superman) später zu großem eigenen Ruhm in der Serienlandschaft gebracht. Elaine (Julia Louis-Dreyfus) bringt es als einzige Frau unter den vier Hauptcharakteren der Sitcom gerade mal auf 16 Verflossene, einer davon ist Jerry selbst.

Die weiteren Hauptcharaktere sind George Costanza (Jason Alexander), der viel arbeitet, dazu aber sehr geizig und meistens unzufrieden ist, sowie Cosmo Kramer (Michael Richards), der immer etwas entrückt wirkt, keiner weiß was er arbeitet, aber er kennt viele Leute und zaubert immer wieder überraschende Dinge hervor. George ist der beste Freund von Jerry, während Kramer eigentlich die wenigsten aber intensivsten Auftritte unter allen Hauptcharakteren hat.

Letztlich war Seinfeld für mich eher wegen dem ganzen Hype faszinierend, als wahrer Fan der Serie kann ich mich bis heute nicht bezeichnen. Dafür habe ich auch nicht genug Episoden geschaut. Erfrischend war für mich, dass es sich hierbei nicht um eine typische Familien-Sitcom handelt, und dass ein wenig erwachsener erzählt wird als beispielsweise bei Friends. Die Serienboxen werden weiterhin zu ziemlich hohen Preisen gehandelt. Eine Frage zum Schluss… gibt es Sitcoms, die bereits abgelaufen sind bzw. abgesetzt wurden und die ihr selbst noch einmal intensiv anschaut oder ist der Zauber verflogen und wendet ihr euch lieber der nächsten Sitcom zu?

Danke! :)

Adams Family

Mein erster Kontakt mit dieser Serie kam zustande, weil sie Mitte der 90er Jahre von der Hörzu für die ARD als Meisterwerk mit so etwas wie wahnsinnig spritzigem Humor gefeiert wurde. Ich war allerdings bereits Serien wie Star Trek, Roseanne oder beinahe schon AkteX gewohnt. Deshalb enttäuschte mich die erste Folge zunächst extrem aufgrund ihrer überdeutlichen 60er Jahre Machart, die mir weniger zeitgemäß vorkam als Charlie Chaplin Filme oder Dick und Doof.

Die Besetzung besteht aus einem überheblichen und durchgeknallten Spanier namens Gomez als Vater, seiner Frau Morticia, die man sofort für eine Vampirin halten würde und ihre beiden Kinder Pugsley und Wednesday, die gern mit wilden Tieren spielen. Dazu kommen Onkel Fester, der bereits tot und verrückt zugleich aussieht und Glühlampen zum Leuchten bringt, wenn er sie in den Mund steckt, sowie eine Oma, die man als Hexe bezeichnen würde. Ein zombieähnlicher Butler namens Lurge dient den Adams als Haushälter, er erscheint immer blitzschnell, wenn ein ohrenbetäubender Gong geläutet wird, bewegt sich dann jedoch auffällig langsam.

Ich glaube der Redakteur, der hier Bestnoten verteilt hatte, hing wirklich ein paar bunteren Kindheitserinnerungen nach, als es die Farbgebung der Serie eigentlich zugelassen hätte. Trotzdem konnte ich soweit überzeugt werden, dass ich die Charaktere im Vergleich zu denen der Familie Munster viel ansprechender fand. Außerdem wurde mir bewusst, dass die Munsters eine deutliche Kopie der Adams waren – leider eine schlechtere. Übrigens finde ich persönlich Anteile von den Munsters und den Adams auch in der Schrecklich netten Familie um Al Bundy wieder.

Adams Family Screen

Richtiges Interesse zeigte ich erst wieder an den Adams, als ich die Spielfilme von Barry Sonnenfeld aus einer „weil sonst nichts Gutes im Fernsehen kommt“-Laune sah. Hier war jemand am Werk, der die Grundidee gründlich aufpoliert und aktualisiert hatte. Es waren gleichzeitig humorvolle und etwas verstörende Filme, die an einer allgemeinen Geschmacksgrenze nagten ohne sie zu sehr zu überschreiten.

Wenn daraufhin eine Folge der alten 60er Jahre Serie lief, fühlte ich ein besseres Verständnis für die Charaktere und ich konnte es würdigen, dass diese Show in der damaligen Zeit ein echtes Wagnis gewesen sein muss, das an den Vorstellungen des American Way of TV rüttelte. Und sie rüttelte sehr erfolgreich, denn es wurden 64 Folgen mit je 30 Minuten Spielzeit produziert. Das war auch in den guten alten Zeiten, als sich Serien etwas länger entwickeln durften eine ordentliche Laufzeit.

Durch meine Freundin, die seit jeher Fan dieser Serie ist, habe ich eine der drei DVD Boxen erstanden, die jeweils fast 9 Stunden Spielzeit besitzen. Ich bin manchmal fast eingeschlafen, aber die Staffeln sind lustiger als man denkt. Es bleibt letztlich eine Sitcom und es bleibt damit eine Serie ohne jegliche Cliffhänger oder Spannungsaufbau über mehrere Folgen. Aktuelle Sitcoms könnten sich jedoch gern mal wieder etwas derart ungewöhnliches ausdenken.

Die Story hinter den Adams reicht noch weiter zurück. Charles Addams erschuf 1938 für die Zeitung „The New Yorker“ laut Wikipedia die seinerzeit beliebten Cartoons der Adams, welche eine Umkehrung der amerikanischen Kernfamilie darstellen sollten. Man kann deshalb von einer der frühesten Comic Verfilmungen sprechen. Einige der Original Cartoons kann man wohl an dieser Stelle in Augenschein nehmen.

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